
21.02.22 –
Die Lage unfreiwillig Schwangerer hat sich in den letzten 10 Jahren zunehmend verschlechtert. In Niederbayern gibt es für 1,2 Millionen Menschen momentan keine einzige Klinik, an der Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung durchgeführt werden, und nur eine einzige ambulante Abbruchmöglichkeit.
Thoralf Fricke (Systemischer Therapeut/Familientherapeut (DGSF), Geschäftsführer und Leiter der Beratungsstellen pro familia Bezirksverband Niederbayern e.V. und Geschäftsführer pro familia Landesverband Bayern e.V.) wird am 8. März, dem Weltfrauentag, um 19:00 Uhr auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Marlene Schönberger die aktuelle Situation in Niederbayern darlegen. Was sind die Gründe für die derzeit so schlechte Versorgungslage ungewollt Schwangerer? Welche Ansatzpunkte gibt es, um eine bessere medizinische Versorgung für Frauen auch in Niederbayern zu ermöglichen? Wie steht es nach 111 Jahren "Weltfrauentag" wirklich um das Selbstbestimmungsrecht von Frauen?
"Ungewollte Schwangerschaften sind Teil des Lebens vieler Frauen in unterschiedlichem Alter und in unterschiedlichen Lebenssituationen: Verheiratete, Kinderlose, Mütter, Alleinstehende, Schülerinnen oder Ingenieurinnen. Jede 6. bis 7. Frau bricht in Deutschland eine Schwangerschaft ab. Gerade in Bayern ist die Versorgungslage aber dramatisch: Haben sich die Frauen für einen Abbruch entschieden, müssen sie oft hunderte Kilometer fahren. Das ist untragbar", so Schönberger. Anmeldungen zum Webinar sind bis zum 5. März an marlene.schoenberger.wk@bundestag.de möglich.
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