
19.06.20 –
Die grüne Kreistagsfraktion forderte in einem Antrag die Wiederbesetzung und Fortführung der Stelle einer Integrationslotsin oder eines Integrationslotsen für den Landkreis Landshut. Die Stelle ist durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert und seit März 2020 unbesetzt. Dennoch wurde der Antrag im Kreisausschuss abgelehnt. Integrationsarbeit soll in Zukunft von der für Bildungs- und Migrationsarbeit zuständigen Person miterledigt werden.
Fraktionssprecherin Marlene Schönberger zeigt sich enttäuscht: „Wir können nicht nachvollziehen, wieso eine zu 80% geförderte Stelle massiv reduziert werden soll. Auch wenn aktuell weniger Menschen in den Landkreis Landshut ziehen, ist der Bedarf an Beratung, Austausch und Unterstützung sowohl für Ehrenamtliche als auch für Menschen mit Migrationsgeschichte nach wie vor groß. Genau das leisten Integrationslotsinnen und -lotsen. Integration ist eine wichtige Voraussetzung für Chancengleichheit sowie die tatsächliche Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben. Hier zu sparen ist kurzsichtig und fatal“.
Kreisrätin Jasmin Beinlich ergänzt: „Seit Jahren leisten Ehrenamtliche im Bereich Integration großartige und unverzichtbare Arbeit. Der Freistaat möchte den Ehrenamtlichen mit den Integrationslotsinnen und Integrationslotsen wichtige hauptamtliche Unterstützung zur Seite stellen. In über 80 bayerischen Landkreisen und Städten gibt es Integrationslotsinnen und -lotsen. Dass der Landkreis Landshut als Zuzugsregion dieses wichtige Aufgabengebiet vernachlässigt und somit Ehrenamtliche im Regen stehen lässt, finden wir unverantwortlich“.
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