
21.04.11 –
Der Europaabgeordnete Martin Häusling besuchte am vergangenen Wochenende Niederbayern und machte sich auf Einladung des grünen Kreisverbands Landshut ein eigenes Bild von den Atomanlagen in Ohu. „Es ist immer wieder beklemmend, wenn man vor so einem Kraftwerk steht“, meinte Häusling, der als Abgeordneter im hessischen Landtag die Auseinandersetzung um das AKW Biblis genau kennt. Als Europaabgeordneter ist Häusling an einer europäischen Strategie interessiert. „Europa schaut auf Deutschland“, meinte Häusling. Es werde ganz genau registriert, welche Richtung Deutschland einschlagen werde. „Wenn es Deutschland tatsächlich schafft, in einem Jahrzehnt aus der Atomenergienutzung auszusteigen, werden andere folgen“, ist Häusling überzeugt. Und das wäre die große Chance für die Branche der Erneuerbaren, die in Deutschland bereits so viele Arbeitsplätze geschaffen hat.
Von Mira Neumeier ließ sich Häusling über die Mahnwachen berichten, die seit August letzten Jahres vor dem AKW stattfinden. Auch das besondere Gefahrenpotenzial von Isar 1 war Gesprächsthema. „Isar 1 ist sehr ähnlich konstruiert wie die Anlagen in Fukushima“, sagte Rosi Steinberger. Wenn man bedenkt, dass die Evakuierungszone in Japan schon 30 Kilometer beträgt, würde das bei uns die Orte Landshut, Vilsbiburg, Rottenburg und viele mehr betreffen.“ Deshalb dürfe Isar 1 nie wieder ans Netz. Und es müsse dringend überlegt werden, wie man die Brennstäbe im Abklingbecken besser schützen könne.
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