15.07.13 –
Trotz prächtigem Biergartenwetter war die Informationsveranstaltung der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema Regionalmanagement gut besucht. Sie hatte den Wirtschaftsreferenten des Landkreises, Herrn Ludwig Götz gebeten, die Stärken und Schwächen der Region Landshut zu erläutern. Daraus sollten grundlegende Entwicklungsstrategien für die Region abgeleitet werden.
Eine Einleitung in das Thema gab Kreisrat Michael Vogt. Erfreut konnte er feststellen, dass mit Sigi Hagl und Franz Göbl sowohl die Fraktion der Grünen im Landshuter Stadtrat als auch die SPD-Fraktion im Kreistag prominent vertreten waren. Für die anstehenden Themen sei es nämlich wichtig, gleich von Anfang an zusammen zu arbeiten. Für den Landkreis stehe zunächst eine Beteiligung am “Leader-Programm” der Europäischen Union an. Hier handle es sich um die Stärkung des ländlichen Raumes, erläuterte Vogt. Aus diesem Programm heraus solle dann langfristig ein Regionalmanagement für Stadt und Landkreis entstehen.
Die Begründung, warum ein Regionalmanagement sinnvoll ist, lieferte Ludwig Götz. Anhand vieler Schaubilder und Tabellen legte er dar, welche Probleme zukünftig größer oder gar bedrohlich werden können. Von der Überalterung der Gesellschaft bis zur übergroßen Abhängigkeit von der Automobilindustrie. Götz zeigte aber auch Lösungswege auf. Den Fachkräftemangel könne man lindern, wenn man Frauen, die berufstätig sein wollen, eine gute Kinderbetreuung anbiete. Industrielle Standbeine neben dem Automobilbau könne man über die Hochschule Landshut erschließen. Aktuell geschehe das im Bereich Medizintechnik. Hier würden auch die Stadt und der Landkreis Landshut bereits kooperieren. Auch das Regionalmanagement werde bereits auf Verwaltungsebene gemeinsam besprochen.
Da diese Form einer Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis noch nie öffentlich zur Diskussion stand, stürmten natürlich viele Fragen auf den Wirtschaftsreferenten ein. Herr Götz ließ keine unbeantwortet und mit viel Detailwissen konnte er die Versammelten von der Notwendigkeit eines gemeinsamen Regionalmanagements überzeugen.
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