
06.02.20 –
Robert Mora ist 57 Jahre alt und war über 30 Jahre in der Satztechnik des Landshuter Wochenblatts beschäftigt. Seit Anfang des Jahres ist er selbstständig. Seit sechs Jahren ist Mora im Gemeinderat.
Zu Beginn zeigte er einige Statistiken, die belegen, dass die Einwohnerzahl steigt. Um dem Zuzug gerecht zu werden, dürfe man nicht nur Grundstücke für Einfamilienhäuser anbieten, sondern müsse auch Mehrfamilienhäuser – und damit Wohnungen zur Miete – ermöglichen. Wichtigste Einnahmequelle der Marktgemeinde sei der Einkommensteueranteil. Dieser sei wiederum mit der Einwohnerzahl verknüpft und steige, wenn mehr Menschen nach Pfeffenhausen ziehen.
Rathaus muss besser informieren
In seiner „Bestandsaufnahme“ regte Mora an, dass die Informationspolitik des Rathauses noch besser werden müsse. Er wünschte sich beispielsweise eine Veröffentlichung der Tagesordnung für Gemeinderatssitzungen über Facebook. Über die Gemeinde-App könnte man seiner Meinung nach Push-Nachrichten verschicken, um so zum Beispiel bei Überschwemmungen die Bevölkerung zu warnen. Pfeffenhausen solle „klimaneutral“ werden, forderte Mora. Er würde dieses Ziel bei der ILE Holledauer Tor verorten, zu der auch Furth, Weihmichl und Obersüßbach gehören.
Die Mittelschule müsse man unbedingt in Pfeffenhausen halten und eventuell mit der Stadt Rottenburg über den M-Zug neu verhandeln. Applaus bekam er für seine Idee, in der alten Hopfenpräparieranstalt einen Coworking Space (einen zeitlich flexiblen Arbeitsplatz, den sich mehrere Menschen teilen) zu schaffen und gleichzeitig die alte Fassade zu erhalten. Neben einer besseren Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr wünscht er sich außerdem einen Informationsabend für Neubürger, die so schneller in Pfeffenhausen Fuß fassen könnten.
Auf Listenplatz zwei tritt Sabine Heß an. Sie ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Sie stammt aus Kipfenberg und studierte in Kaiserslautern Architektur. Seit zwölf Jahren lebt sie in Pfeffenhausen, ist aber unter anderem in einem Architekturbüro in München tätig. Ihr ist es wichtig, den Flächenverbrauch zu begrenzen. Leerstände und freie Grundstücke innerhalb der Bebauung sollten genutzt werden.
„Regionale Identität“ muss gewahrt werden
Ziel müsse es sein, die „regionale Identität“ zu wahren. Das Erscheinungsbild der Marktgemeinde sei ausschlaggebend dafür, dass man sich dort wohlfühlt. Die Renaturierung der Laber diene auch dem Hochwasserschutz, erläuterte Heß. Die 18-jährige Hannah Schmidt kandidiert auf Listenplatz vier. Sie macht ein Freiwilliges Soziales Jahr im Berufsbildungswerk in Abensberg und will danach studieren. Schmidt ist in der Landjugend Niederhornbach und Trainerin beim Turnverein Pfeffenhausen. Sie würde sich Veranstaltungen für junge Menschen wünschen, die teilweise auch in einem neu zu schaffenden Jugendraum stattfinden könnten.
Eine Kooperation mit der Volkshochschule Rottenburg und eine Ausweitung der Musikschule Pfeffenhausen, die auch Konzerte geben soll, stehen ebenfalls im Wahlprogramm. Auf Listenplatz drei kandidiert Michael Reithmaier (39 Jahre, IT-Berater). Er war krank.
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