10.01.13 –
Zum heute vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Heinrich-Böll- Stiftung vorgestellten Fleischatlas erklären Dr. Thomas Gambke, Mitglied im Finanzausschuss und Mittelstandsbeauftragter der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Rosi Steinber- ger, Bezirksvorsitzende der Grünen in Niederbayern:
Mit einem jährlichen Fleischverzehr von rund 60 Kilogramm essen die Deutschen doppelt so viel Fleisch wie die Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Zugleich produzieren deut- sche Fleischfabriken etwa 17 Prozent mehr Fleisch als verzehrt wird. Diese und viele weitere Zahlen und Fakten enthält ein "Fleischatlas", der in Texten und Grafiken die globalen Zusam- menhänge der Fleischerzeugung aufzeigt.
„Der Fleischatlas zeigt einmal mehr, dass Billigfleisch für die Verbraucherinnen und Verbraucher teuer kommt“, sagt Dr. Thomas Gambke, Mitglied der Grünen im deutschen Bundestag. Beim Kauf von Billigschnitzel für wenige Cent erfährt der Käufer nicht, dass Umweltschäden vom Steuerzahler bezahlt werden. „Fleisch muss endlich den realen Preis kosten, damit es vom Ramschprodukt wieder zum wertgeschätzten Genussmittel wird“, fordert Gambke.
Die Grünen fordern Steuerungsmöglichkeiten, um die Tierhaltung auf ein für Mensch und Um- welt verträgliches Maß zu begrenzen. „Bisher haben Kommunen kaum Möglichkeiten, die stetig zunehmende Zahl an Agrarfabriken zu begrenzen“, erklärt Rosi Steinberger, Vorsitzende der Grünen in Niederbayern. Das führt in viehdichten Regionen Niederbayerns, wie z.B. im nördli- chen Landkreis Landshut, zu hochgradig mit Nährstoffen überversorgten Böden, mit gravieren- den Folgen für Umwelt und Trinkwasser, für die der Steuerzahler aufkommen muss.
Zum zweiten fordern die Grünen deutlich bessere Haltungsbedingungen für Nutztiere. Der große Preisdruck an der Ladentheke bedeutet für die überwiegende Zahl der Tiere qualvolle Haltungs- bedingungen. Bisher ist es erlaubt, zwei über 110 Kilogramm schwere Schweine auf der Fläche eines Einzelbetts mit zwei Quadratmetern zu halten, ohne Auslauf, Frischluft und ohne Einstreu. Dass es anders geht, zeigen Bioverbände und Neuland. Ministerin Aigner und der schwarz- gelben Koalition ist Tierschutz egal. Das hat das eben beschlossene Tierschutzgesetz gezeigt, das seinen Namen nicht verdient.
„Wir erwarten von Ministerin Aigner, dass sie den Rest ihrer Amtszeit als Landwirtschaftsminis- terin nutzt und die Billigproduktion von Fleisch im Interesse von Bürgerinnen und Bürgern, Tie- ren und Umwelt endlich beendet“, so die Grünen.
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