
07.12.23 –
Landtags-Grüne zum Waldbericht 2023: Der Freistaat braucht eine konsequentere Forstpolitik – damit der Wald nicht unwiederbringlich verloren geht.
München (06.12.23/js) „Beim Wald herrscht in Bayern bereits Alarmstufe Rot. Uns läuft die Zeit davon, weil der Klimawandel unsere Wälder rasiert“, sagt Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, anlässlich des heutigen Waldzustandsberichts von Forstministerin Kaniber. Dieser zeigt: Bayerns Wälder sind in einem äußerst kritischen Zustand, ihr Gesundheitszustand hat sich erneut verschlechtert.* Katharina Schulze: „Bayern braucht eine konsequentere Forstpolitik – damit unser schöner Wald nicht unwiederbringlich verloren geht, sondern auch in der Zukunft als Lebens- und Wirtschaftsraum erhalten bleibt.“
Um den dringend nötigen Umbau zu gesunden, vielfältigeren Wäldern, die mit den Folgen des Klimawandels besser zurechtkommen, zu erreichen, fordern die Landtags-Grünen unter anderem, die Wertschöpfungskette Wald-Forst-Holz in Gänze zu stärken. „Mit Holz als Baustoff wird aktiver Klimaschutz betrieben“, sagt Mia Goller, Sprecherin für Wald der Landtags-Grünen. „Wir Grüne bleiben dabei: Staatliche Gebäude oder vom Freistaat bezuschusste Gebäude müssen grundsätzlich aus Holz gebaut werden.“
Darüber hinaus kommt es auf eine konsequente Jagdpolitik in Bayern an, der Wildbestand muss besser an die Waldbewirtschaftung angepasst werden. Denn: Ist dieser zu hoch, werden zu viele junge Waldbäumchen verbissen und geschädigt – und der Umbau zu gesunden, vielfältigeren Wäldern verhindert. Mia Goller: „Der Zustand des Waldes verschlechtert sich von Jahr zu Jahr. Das von der Staatsregierung verursachte Durcheinander an Zuständigkeiten macht jetzt alles noch schlimmer: Es gibt leider begründete Zweifel daran, dass Hubert Aiwanger als jetzt zuständiger Minister die Wildbestände auf ein waldverträgliches Maß reduziert. Das ist aber die Voraussetzung dafür, dass der Waldumbau klappt.“
Hintergrund: Der durchschnittliche Nadel- bzw. Blattverlust über alle Baumarten hinweg liegt 2023 bei 26 Prozent (2022: 23,4 Prozent). Mit einem durchschnittlichen Nadelverlust von 25,1 Prozent (2022: 23,4 Prozent) erreichte die Fichte den für sie schlechtesten Wert seit Beginn der Aufnahmen. Der höchste Wert der Kronenverlichtung war mit 31,1 Prozent Nadelverlust (2022: 29,1 Prozent) erneut bei der Kiefer feststellbar.
Foto: Josepha&Markus
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