Landtagskandidaten Hunger und Schuberl suchen den Dialog mit der Zwieseler Jugend

29.09.23 –

Grüner Landtagskandidat Johannes Hunger und Spitzenkandidat Toni Schuberl bei Jugendlichen in in Zwiesel

Obwohl in Bayern Jugendlichen das Wahlrecht verwehrt wird, diskutierten die beiden Landtagskandidaten Johannes Hunger und Toni Schuberl, MdL, von Bündnis 90 / Die Grünen im Rahmen des Wahlkampfs mit Jugendlichen aus Zwiesel. „Wir machen unsere Politik für unsere Kinder und Enkelkinder, nicht nur für das nächste Wahlergebnis“, sagt Schuberl.

Die Themen waren sehr breit. Zentral war die Angst vor einem Rechtsruck bei der nächsten Wahl. Was würde aus unserem Zwieseler Jugendcafé werden, wenn die AfD Macht bekäme?, fragte einer der Teilnehmer. Hunger betonte die Notwendigkeit, dass sich die Konservativen offen gegen die AfD aussprechen und sich nicht weiter an deren Wähler anbiedern. Noch nie waren Rechtsextreme erfolgreich ohne die Unterstützung der Konservativen. Schuberl wies anhand von Zitaten aus Landtagsreden der niederbayerischen AfD-Abgeordneten deren rechtsextreme und rassistische Gesinnung nach. Bei Katrin Ebner-Steiner gebe es in deren Rede antisemitische Andeutungen und Oskar Atzinger habe wie ein Reichsbürger gesprochen. Am 14. Juni dieses Jahres habe Atzinger im Bayerischen Landtag gesagt: „Wer nicht sieht, dass der Bevölkerungsaustausch in vollem Gange ist, der ist entweder blind oder blöd oder Erfüllungspolitiker der Besatzungsmacht.“ Und was Schuberl besonders schockierte, war die Tatsache, dass Atzinger nur einen Tag nach der Debatte zum Abschlussbericht des NSU-Untersuchungsausschusses im Landtag den Spruch von Paulchen Panther zitierte, den auch der NSU in seiner Bekenner-DVD verwendet hatte: „Ich komme wieder, keine Frage“. In der rechtsextremen Szene sei es ein beliebtes Mittel, bewusst Zitate vom rosaroten Panther zu verwenden, um straffrei die Unterstützung dieser terroristischen Gruppierung deutlich machen zu können. „Für uns erscheint es auf den ersten Blick harmlos, in der rechtsextremen Szene wird dies erkannt“, erklärt Schuberl.

„Vor dem Hintergrund der wachsenden gesellschaftlichen Spaltung, der Drohungen aus dem extremistischen Spektrum und der Verrohung des politischen Diskurses brauchen wir mehr Extremismusprävention in diesen unsicheren Zeiten“, so Johannes Hunger, Landtagskandidat für den Stimmkreis Landshut. „Wir brauchen mehr Demokratiebildung, mehr Jugendförderung und mehr Abwehr vor Fake News und vor Verschwörungsideologien als je zuvor.“

Wichtig war allen Anwesenden, dass man in der Politik offen und ehrlich miteinander reden müsse, dass Fehler eingestanden und offengelegt werden müssten und dass man nicht für ein paar zusätzliche Stimmen Lügen über die anderen verbreitet. „Wenn man Scheiße gebaut hat, dann sollte man dazu stehen und das nicht auf den Bruder schieben“, sagte Schuberl.

"Wir wollen eine grüne, nachhaltige und gerechte Zukunft für alle in Bayern. Hier in Zwiesel haben wir erfahren, wie engagiert und interessiert die Menschen sind, wenn es um die Gestaltung ihrer Zukunft geht. Und auch wie weit die derzeitige Staatsregierung von diesen Zielen entfernt ist", sagte Johannes Hunger nach der Veranstaltung. 

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