19.04.2021

Erfolg bei der Listenaufstellung – Marlene Schönberger auf Platz 15, Maria Krieger auf Platz 28

Es ist eine kleine Sensation in Niederbayern und ein riesiger Erfolg für die Grünen im Landkreis Landshut, deren Kreisverband auf die Bundestagswahlkreis Rottal-Inn und Landhut-Kelheim aufgeteilt ist. Die Bundestagskandidatin des Wahlkreises Rottal-Inn Marlene Schönberger konnte sich am Wochenende auf dem Landesparteitag der Grünen in Augsburg einen sehr aussichtsreichen Platz auf der Landesliste erkämpfen. Mit Listenplatz 15 hat die 30-Jährige sehr reelle Chancen auf einen Sitz im Bundestag. Auch die Kandidatin des Wahlkreises Landshut-Kelheim, Maria Krieger, konnte einen großen Erfolg verbuchen: Sie erhielt den aussichtsreichen Listenplatz 28.

Auf den Listenplatz Nummer 8 wurde der Straubinger MdB Erhard Grundl, der sich als kulturpolitischer Sprecher einen Namen gemacht hat, gewählt. Zwei grüne niederbayerische Abgeordnete in Berlin wären nach den derzeitigen Umfragen sicher, das dritte Mandat in greifbarer Nähe.

Die Adlkofener Gemeinde- und Kreisrätin Marlene Schönberger arbeitet in einem Forschungsprojekt zu Verschwörungstheorien an der LMU München. Sie sprach sich in ihrer Vorstellungsrede für die Verteidigung unserer Demokratie gegen alle Unterwanderungsversuche von rechts aus: „Verschwörungstheorien verbreiten sich immer weiter. Bis in die die Mitte der Gesellschaft. Natürlich ist es keine Mehrheit, die an eine geheimen Weltverschwörung glaubt. Aber wir alle kennen Menschen, die mit Corona immer mehr abdriften“. Dies sei fatal, denn Verschwörungstheorien seien antidemokratisch, antisemitisch und dadurch brandgefährlich. Für Schönberger ist klar: „Unser Ausspruch ‚Nie wieder' bedeutet: Diskriminierte Gruppen verteidigen und rassistische sowie antisemitische Gewalttaten mit allen Mitteln verhindern“. Daneben ist der 30-jährigen Geschlechtergerechtigkeit auf allen Ebenen ein wichtiges Anliegen. Sie berichtete den Delegierten von verbalen Auseinandersetzungen in kommunalpolitischen  Gremien. So wurde die 30-Jährige im Gemeinderat wegen ihres Einsatzes für Frauenrechte als "rotzfrech" bezeichnet. Für die Delegierten in Augsburg war das ein klarer Beweis, dass es höchste Zeit wird für mehr starke Frauen in der niederbayerischen Politik. Schönberger versprach: "Ich will eure Stimme sein - für eine starke Demokratie, ernsthaften Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit. Politisch erfahren, aus Niederbayern und ‚rotzfrech‘“.

Die Kelheimer Kreisrätin Maria Krieger hat Volkswirtschaft und Internationale Beziehungen studiert. Sie entstammt dem Riedenburger Brauhaus und war international in der Lebensmittelwirtschaft und als Geschäftsführung einer Behindertenwerkstätte tätig. Ihre politischen Schwerpunkte liegen im Bereich Land- und Lebensmittelwirtschaft, nachhaltig Wirtschaften und Stärkung des ländlichen Raums. „Es ist höchste Zeit, mit einer enkeltauglichen Agrar- und Ernährungspolitik zu starten, um unsere Natur zu schützen und unser Ernährungssystem widerstandsfähiger zu machen", so Krieger.

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