Aktuelles aus Vilsbiburg

08.03.2020

Wolfgang Schwimmer: „Mobilität für Alle“

Bei allen Bürgergesprächen der letzten Wochen waren Verkehrsfragen die dringlichsten, deswegen hatte der Vilsbiburger Bürgermeisterkandidat Wolfgang Schwimmer noch einen extra Termin zum Thema Verkehr angesetzt.

Dabei waren oft auch gegensätzliche Meinungen zu hören, weniger Lärm, mehr Sicherheit für Radler und Fußgänger einerseits aber auch Klagen, dass man zu manchen Zeiten im Stau stehen müsse. Nach Jahrzehnten gesteigertem Autoverkehr, sei das System in der Sackgasse und auch mehr Straßen könnten daran nichts ändern. Es sei Zeit zum Umdenken.

Gerade die Nord-Ost Umfahrung, die regelmäßig zu Wahlkampfzeiten als Lösung propagiert werde, sei gründlich zu hinterfragen. Wer solle dort fahren, wer dies finanzieren, welche Auswirkungen hat das durch eine Mehrbelastung der Anwohner und was bedeutet die damit verbundene Landschaftszerstörung? Einige dieser Fragen sollen in der Verkehrsuntersuchung geklärt werden, die kürzlich in Auftrag gegeben wurde. Allerdings hat es der Stadtrat abgelehnt, die Möglichkeiten für Öffentlichen Verkehr untersuchen zu lassen, mit Hinweis auf eine 22 Jahre alte Studie. Dabei liegt gerade in öffentlichem Verkehr eine Chance, Verkehr zu verringern, mit Werksbussen, und öffentlichem Schülerverkehr, der ohnehin von der Stadt finanziert wird, Elterntaxis einzusparen.

Die fast gleichgroße Stadt Pfarrkirchen hatte im vergangenen Jahr 240 Tausend Busfahrgäste transportiert, eine Zahl die mit Anrufsammeltaxis unmöglich ist. Zudem ist das umso teurer, je mehr es benutzt wird, dagegen verringern mehr Busfahrgäste das Defizit. Während Straßenbau in Millionenhöhe, wie beim Knoten, durchgewinkt werde, werde öffentlicher Verkehr aus Kostengründen im Stadtrat abgelehnt. Dabei sei dies die einzige Möglichkeit Mobilität bereitzustellen für Senioren ebenso wie für Kinder, Jugendliche, Behinderte und Menschen, die sich kein Auto leisten wollen oder können. Eigentlich für Alle.

Schulwegsicherheit mit Querungshilfen hätten die Grünen immer wieder im Stadtrat eingebracht, Radlwege - auch der über die neue Balkspitzbrücke - seien nach Jahrzehnten endlich Konsens. Allerdings muss noch viel mehr für die Sicherheit der Radler, getan werden. Schutzstreifen und Radwegsmarkierungen müssten durchgängig geplant werden, damit auch Kinder und Jugendliche ihre Wege gefahrlos und selbstständig zurücklegen können. Das würde auch viel Elterntaxi-Verkehr einsparen.

Tempo 30 wird von Anwohnern in der Lichtenburger Straße und und in Haarbach gewünscht, sollte kein Tabu sein. Vor den Kindergärten ist es sogar die Regel, auch wen dies vom Landratsamt anders gesehen wird und wegen einer grünen Petition sogar den Landtag beschäftigt.

Von weniger Durchgangsverkehr würde auch der Stadtplatz profitieren, wenn es öfter als nur am Marktsamstag eine angenehme Aufenthaltsqualität gäbe. Das wäre auch ein Zeichen für neue Geschäfte und Gastronomie, sich im Herzen der Stadt niederzulassen. „Wenn was los ist, kommen die Leute“, so Wolfgang Schwimmer und dann wird auch das Parken außerhalb gerne in Kauf genommen.

Dass die Grünen sich mit manchen Verkehrs-Beschlüssen nicht abfinden, hängt damit zusammen, dass sie ihr Ziel, klimagerechter Mobilität nicht aus den Augen verlieren. Für Wolfgang Schwimmer als Bürgermeister hätte eine entsprechende Stadtentwicklung und ein Verkehrskonzept für Alle eine hohe Priorität.

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