Landkreis Landshut http://gruene-landshut.de Der Kreisverband Landshut-Land von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt sich vor. http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdb-schoenberger-und-ob-putz-im-austausch-zu-hass-im-netz/ MdB Schönberger und OB Putz im Austausch zu Hass im Netz http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdb-schoenberger-und-ob-putz-im-austausch-zu-hass-im-netz/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdb-schoenberger-und-ob-putz-im-austausch-zu-hass-im-netz/ Die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger sowie Landshuts Oberbürgermeister, Alexander Putz,... Die Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger sowie Landshuts Oberbürgermeister, Alexander Putz, haben sich kürzlich im Rathaus zum Gespräch getroffen. Schönberger ist die Betreuungsabgeordnete der Grünen für die Stadt Landshut. Themen des Austauschs waren lokale und bundespolitische Themen, sowie mögliche gegenseitige Unterstützungsmöglichkeiten in verschiedenen Politikfeldern. So ging es unter anderem um den Fachkräftemangel und fehlende Kindergartenplätze, das Gesundheitswesen und die Kulturförderung. Ein besonderes Anliegen ist Schönberger und Putz das sehr aktuelle Thema Hass im Internet und die negativen Folgen für die Demokratie.

"Es entstehen immer mehr digitale Stammtische, die sich gegenseitig bekräftigen und ihre teils kruden Positionen dann für die der Mehrheit halten - obwohl das keineswegs zutreffend ist. Die Folgen haben wir auch bei den sogenannten Querdenkern in Landshut gesehen", so Putz. "Auch auf kommunaler Ebene sind politisch Aktive von verbalen Angriffen betroffen. Wir dürfen das nicht hinnehmen, weil es natürlich dazu führen kann, dass Menschen angesichts der Bedrohungslage für sich selbst oder ihre Familien davor zurückschrecken, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. Das schadet unserer Demokratie enorm" führte der Oberbürgermeister weiter aus. 

Schönberger, die unter anderem das Thema Hass im Netz in der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen betreut, pflichtete dem bei: "Als Gemeinde- und Kreisrätin sowie jetzt als Bundestagsabgeordnete weiß ich, was es bedeutet, öffentlich angefeindet zu werden. Neben dem Bedrohungspotential für Politiker*innen aller Ebenen, wissen wir, welches demokratie- und menschenfeindliche Potenzial in diesen Radikalisierungsprozessen steckt. Die gerade zu beobachtende Zunahme von antisemitischen Vorfällen etwa, ist auch auf das Engagement der verschwörungsideologischen Querdenkenbewegung zurückzuführen". 

Beide waren sich einig, dass es eine gemeinsame Aufgabe von Politik und Zivilgesellschaft sei, sich gegen Hass und Hetze im Internet zu positionieren und dagegen aktiv zu werden. Schlüssel seien dabei unter anderem mehr Medienkompetenz für alle Altersgruppen und politische Bildung. 

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Wed, 10 Aug 2022 17:39:25 +0200
http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdb-marlene-schoenberger-und-mdl-rosi-steinberger-atomkraft-ist-das-problem-nicht-die-loesung/ MdB Marlene Schönberger und MdL Rosi Steinberger: Atomkraft ist das Problem, nicht die Lösung! http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdb-marlene-schoenberger-und-mdl-rosi-steinberger-atomkraft-ist-das-problem-nicht-die-loesung/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdb-marlene-schoenberger-und-mdl-rosi-steinberger-atomkraft-ist-das-problem-nicht-die-loesung/ Die niederbayerischen Bundes- und Landtagsabgeordneten der Grünen Marlene Schönberger MdB, Rosi... Die niederbayerischen Bundes- und Landtagsabgeordneten der Grünen Marlene Schönberger MdB, Rosi Steinberger MdL, Erhard Grundl MdB und Toni Schuberl MdL kritisieren, dass in der aktuellen Debatte die Atomkraftbefürworter die hohen Risiken ignorieren:

„Innerhalb von 77 Jahren gab es weltweit 33 Atomunfälle in kerntechnischen Anlagen mit Todesfällen durch Strahlenexposition, vier Reaktorblöcke explodierten in Form eines Super-Gaus, in weiteren sechs Fällen kam es zu Kernschmelzen“, sagte Toni Schuberl. Rosi Steinberger ergänzte, dass auch im störungsfreien Normalbetrieb eine Belastung der Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden könne. Eine Studie des Deutschen Kinderkrebsregisters im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz habe zum Ergebnis gehabt, dass im Fünf-Kilometer-Nahbereich um Atomkraftwerke das Blutkrebs-Risiko bei Kindern unter 5 Jahren doppelt so hoch sei, wie statistisch zu erwarten gewesen wäre.

Die Abgeordneten der Grünen betonten, dass sie bezüglich der Atomkraft stets Gefahren und Nutzen gegeneinander abgewogen haben und daher zu der festen Überzeugung gekommen sind, dass diese Energieform hochgefährlich ist und ihr Betrieb ein unüberschaubares Risiko in sich trägt. Ein kurzer Streckbetrieb über das Jahresende hinaus dürfe nur im Extremfall als letzte Option in Betracht gezogen werden.

Erhard Grundl weist darauf hin, dass das Atomkraftwerk Isar 2 1988 in Betrieb genommen wurde und mittlerweile seit 13 Jahren keine Sicherheitsprüfung mehr erfolgt ist. „Jedes Dorffest in Niederbayern wird strenger begutachtet als dieses Atomkraftwerk, und das ist unserer Bevölkerung gegenüber absolut verantwortungslos.“ Mit seinen 34 Jahren ist Isar 2 nach Meinung der Grünen Abgeordneten bereits ein altes Werk. Es ist damit deutlich älter als das 2002 in Betrieb gegangene, ebenfalls sehr gefährliche Kernkraftwerk Temelín. Als Fukushima explodierte, waren die betroffenen Reaktorblöcke 34 bis 39 Jahre alt.

„Auch dass die Betreiber eine Haftung für einen Betrieb nach Silvester ablehnen, sollte uns stutzig machen“, sagt Marlene Schönberger. Zudem sei das unwissenschaftliche Vorgehen der TÜV Süd AG schockierend: Im Auftrag des bayerischen Umweltministeriums hatte der TÜV Süd eine Bewertung verfasst, in der ohne Sicherheitsüberprüfung Aussagen zur Sicherheit eines Weiterbetriebs getroffen worden sind. Laut dem Bundesumweltministerium seien dabei „grundlegende Anforderungen an Gutachten und seriöse Sachverständigenaussagen nicht“ erfüllt worden. „Das ist angesichts der Hochrisikotechnologie Atomkraft absolut verantwortungslos!“. Daher stehe nach Ansicht der Abgeordneten der Grünen in Niederbayern die Eignung der TÜV Süd Aktiengesellschaft für die Prüfung der Reaktorsicherheit des Atomkraftwerks Isar 2 grundsätzlich in Frage.

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Wed, 10 Aug 2022 11:18:07 +0200
http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/gruene-diskutieren-ueber-die-gemeinwohloekonomie-und-fordern-mehr-nachhaltigkeit-und-mehr-soziale-gerec/ Grüne diskutieren über die Gemeinwohlökonomie und fordern mehr Nachhaltigkeit und mehr soziale Gerechtigkeit http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/gruene-diskutieren-ueber-die-gemeinwohloekonomie-und-fordern-mehr-nachhaltigkeit-und-mehr-soziale-gerec/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/gruene-diskutieren-ueber-die-gemeinwohloekonomie-und-fordern-mehr-nachhaltigkeit-und-mehr-soziale-gerec/ Dr. Georg Ohmayer beginnt seinen Vortrag über die Gemeinwohlökonomie bei der grünen... Dr. Georg Ohmayer beginnt seinen Vortrag über die Gemeinwohlökonomie bei der grünen Kreistagsfraktion mit dem Aufzeigen der krisengebeutelten Gegenwart. So befänden wir uns laut Ohmayer   in drängenden Verteilungs-, Hunger-, Umwelt-, Werte- und Systemkrisen. Die 1,5 Grad Grenze einzuhalten erscheine zunehmend unrealistischer, zur Klimaneutralität sei es noch ein weiter Weg, der Erdüberlastungstag fände jedes Jahr früher statt und Vermögen und Einkommen seien massiv ungleich verteilt.

Der Experte sieht dringenden Veränderungsbedarf sowohl bei den Verbraucher*innen als auch bei der Wirtschaft, welche immer noch dem Paradox des endlosen Wachstums in einer Welt mit begrenzten Rohstoffen folge. Vor Ort dürfe aber nicht auf Veränderung von oben gewartet werden, argumentiert er, die Menschen könnten zum Beispiel ihre alten Produkte in Repair-Cafés bringen, oder sich in Selbigen engagieren, um Elektroschrott zu vermeiden und mehr Nachhaltigkeit zu fördern.

„Produkte müssen so konstruiert werden, dass sie reparierbar sind und am Ende in den Rohstoffkreislauf zurückgeführt werden können!“ fordert Chemie-Ingenieur und Sprecher der Grünen Fraktion im Kreistag Martin Schachtl. 

Zentral für die Gemeinwohlökonomie sind Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, Ökologische Nachhaltigkeit und Transparenz, sowie Mitentscheidung im Betrieb. Anhand dieser Kriterien werden freiwillige Unternehmensprüfungen angeboten, bei denen dann bis zu 1000 Punkte vergeben werden und ein Zertifikat überreicht wird. Dieser wertvolle innerbetriebliche Prozess werde von den Mitarbeitenden anerkannt und könne auch zu einem besseren Betriebsklima führen, so Ohmayer.

„Viele Unternehmen und auch Landwirt*innen haben sich längst hohe Ziele gesteckt. Ökologisches und sozial verträgliches Wirtschaften muss sich nun auch lohnen.  Dennoch haben die letzten Jahrzehnte gezeigt, dass wir zusätzlich zu Anreizen klare Regeln brauchen, um bei allen die nötigen Veränderungen zu bewirken.“, räumt Bundestagsabgeordnete Marlene Schönberger ein, und fügt hinzu: „Wenn wir das Steuer herumreißen und eine Klimakatastrophe noch verhindern wollen, wenn wir die zunehmende Armut und soziale Spaltung bekämpfen möchten, braucht es ein geschicktes Paket aus Anreizen und klaren Regeln - für eine Wirtschaft, die Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit groß schreibt!“. 

Für die Kommunalpolitik wünscht sich die GWÖ, parteienübergreifend eine positivere Grundeinstellung zu mehr Veränderung herzustellen, die Bürger*innen mehr miteinzubeziehen und dem Gemeinwohl Vorrang zu gewähren. Vor Allem der Grundsatz, Positives zu belohnen und Negatives zu sanktionieren sollte eine zentrale Rolle einnehmen und generell sollte mehr Transparenz in unserer Demokratie herrschen, Bürger*innen sollten mehr und tiefere Einblicke erhalten, so Ohmayer

„Mehr Transparenz würde auch zu mehr Zustimmung für nachhaltige und soziale Projekte führen, da die Gemeinschaft ja hiervon profitieren würde und nicht nur einige Wenige.“, so Kreisrätin Marlene Schönberger: „In meinem Wahlkreis in Dingolfing werden teils riesige Flächen versiegelt, um Hallen zu bauen, welche dann lediglich ein bis zwei Arbeitsplätze erzeugen. Wieder andere werden gebaut, ohne dass man weiß, was überhaupt reinkommen soll. Das ist weder nachhaltig oder umweltfreundlich, noch fördert es soziale Gerechtigkeit.“.

„Um Gemeinwohlökonomie in den Kommunen zu verankern, sollten die Ausschreibungen und Beschaffungen auch an ökologischen und sozialen Kriterien orientiert sein, wie es das Vergaberecht schon lange möglich macht.“, so Sprecherin der Kreistagsfraktion Michaela Feß.

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Tue, 09 Aug 2022 16:48:36 +0200
http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/ein-fazit-zur-sommerpause/ Ein Fazit zur Sommerpause! http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/ein-fazit-zur-sommerpause/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/ein-fazit-zur-sommerpause/ Es ist kaum zu glauben: Das erste Drittel der Legislatur ging wie im Fluge vorbei. Passiert ist... Es ist kaum zu glauben: Das erste Drittel der Legislatur ging wie im Fluge vorbei. Passiert ist viel: Eine Bundestagswahl brachte nach langer Durststrecke endlich den dringend notwendigen, frischen Wind in die Politik und ihr habt unsere Gemeinderätin Marlene in den Bundestag befördert.

Zwei herausfordernde Jahre liegen hinter uns. Zur existenzgefährdenden Klimakrise ist leider der brutale Krieg in der Ukraine hinzugekommen. Alles Ereignisse, die auch bei uns vor Ort nicht ohne Spuren bleiben. Das nächste Jahr wird kommunalpolitisch nicht minder spannend. Ein neuer Bayerischer Landtag wird gewählt – die Karten neu gemischt und verteilt. Auch unser Freistaat muss dringend entkrustet werden; Zukunft braucht Gestaltung! Wir arbeiten jedenfalls mit voller Kraft daran.

Was hat uns in Adlkofen so die letzte Zeit bewegt?

 • Da ist natürlich die B 15neu. Nach Verkündung der Trasse 1c im Juli 2021 hat diese viele Menschen bei uns und anderswo mobilisiert. Die neugegründete Bürgerinitiative zum Stopp dieser gelben Autobahn prägt mit bunten und kreativen Aktionen sichtbar unser Ortsbild. Höhepunkte waren sicherlich die Übergabe der Protestpostkarten an Marlene Schönberger, unsere Bundestagsabgeordnete, und auch das Mahnfeuer bei der Kapelle in Engkofen. Im Herbst ist sicherlich noch Einiges zu erwarten. → Wir freuen uns schon darauf!

 • Ganz aktuell ist da die Unterschriftensammlung zur Zulassung eines Radentscheides auf Landesebene, denn ein Radgesetz für Bayern tut Not. Ohne dies werden wir Radmobilität auch in Adlkofen nur schwerlich voranbringen können. Wenig Trost ist da, dass diesen Sommer der Radweg von Blumberg nach Ruhmannsdorf fertiggestellt sein wird. Zusammen mit dem Radweg nach Schweinbach sind damit in den letzten 20 Jahren gerade einmal 5 km Radweg entstanden. → Wir hoffen, dass es keine weiteren 20 Jahre braucht, um Radfahrer*innen aus Läuterkofen, Kleinegglkofen, Günzkofen, Enkofen und Jenkofen ein passendes Angebot in Richtung Schweinbach eröffnen zu können.

• Ein Sturzregen-Management konnten wir nicht im Haushalt 2022 verankern. Mitstreiter*innen im Gemeinderat dazu fanden wir nicht. Im Juni beschloss der Gemeinderat eine Förderung von Regenrückhalteeinrichtungen auf Grundstücken im Altbestand. 200 €/m³ Speicherkapazität (max. 2.000 €) Förderung kann erstmalig im kommenden Haushalt 2023 beantragt werden.

 • Seit Juli blüht es entlang der Landshuter Straße. Erstmalig wurden weitläufig Blühstreifen auf dem Straßenbegleitgrün angelegt. → Unsere GRÜNEN-Fraktion freut dies sehr. Im Februar hatte sie eine Aufstellung möglicher Standorte an die Gemeindeverwaltung übergeben. Darin waren auch verschiedene Standorte entlang der Landshuter Straße genannt.

 • Wir bedauern sehr, dass, nachdem im März bereits die Gebühren der Kindertagesstätte für Betreuung und Verpflegung deutlich erhöht wurden, nun im Juli auch noch die Gebühren der Mittags- und Hausaufgabenbetreuung spürbar angehoben wurden. All unsere Argumente halfen nicht, dies abzuwenden. Auch hat die Gemeindeverwaltung Abstand davon genommen, eine dezentrale Lüftungseinheiten in der Grundschule Adlkofen einzubauen. Gute Luft ist wichtig für den Lernerfolg unserer Schüler*innen. Wir stecken mitten in der Klimakrise. Um Klimafolgenvorsorge wird niemand herumkommen. → Wir sind überzeugt: Mittelfristig werden zunehmend heißer werdende Sommer dafür sorgen.

 • Habt Ihr sie schon einmal gezählt, die Kinderspielplätze in Adlkofen? Ja, das Angebot an Spielmöglichkeiten für Kinder hat nicht mit dem Zuwachs an Wohnraum Schritt gehalten. → Die Kindertagesstättensatzung, die im Juli 2022 verabschiedet wurde, ist beredtes Zeichen dafür, dass hier Handlungsbedarf besteht.

 • Besonderes Augenmerk unserer Fraktion gilt weiterhin der Deponie Jenkofen. Ob weitere bauliche Maßnahmen erforderlich sind, gilt abschließend zu klären. Der Unterstützungsfonds für solche Sanierungsmaßnahmen wurde zwar bis 2025 verlängert; die Mittel aber deutlich auf nur noch 1 Mio. Euro jährlich reduziert. Seit Jahren zahlen wir als Gemeinde darin ein. Ist der Fonds einmal ausgeschöpft, dann gibt’s nichts mehr!

Sanierungsthema Nummer 2 ist unser Kanalnetz. Hier stehen im nächsten Haushaltsjahr Maßnahmen in den Kanalnetzen der Teilorte Adlkofen und Günzkofen an. Weiterhin ungelöst bleibt das Finanzierungsproblem – und das in ganz Bayern – in Bezug auf andere zu sanierende Kanalbereiche aus Asbestzementrohren. → Hier bleibt zu hoffen, dass der Freistaat Bayern diesem Thema zügig die nötige Priorität einräumt!

 • Erschreckend niedrig sind die Grundwasserstände! Messstellen in Vilsbiburg, Landshut oder Altdorf meldeten zum 24. Juli sehr niedrige Stände. In Bruckberg wurde sogar ein neuer Niedrigstwert registriert! Eine Erholung ist derzeit nicht in Sicht. Deshalb baten wir unsere Vertreter*innen im Gemeinderat ,beim Zweckverband Wasserversorgung Isar-Vils auf der letzten Verbandstagung nachzufragen. Auch dort weiß man um das Problem. Leider stieg bisher der Wasserverbrauch. Bleibend niedrige Wasserstände werden uns zum Umsteuern bewegen müssen! → Wir sind uns bewusst: Trinkwasser ist ein sehr kostbares Gut, das sparsame Verwendung verdient hat!

 • Zuletzt nahmen wir die Entwicklungen am Bodenmarkt mit Besorgnis zur Kenntnis: Ein Bodenrichtwert von 400 €/m² in Adlkofen wird langfristig zum Problem für kommunale Entwicklung werden. Zur Erinnerung: Im Jahr 2016 betrugen er noch 145 €/m²!

Viele Aufgaben liegen noch vor uns. Kommunalpolitisch bleibt es spannend. Habt Ihr Themen, die Euch unter den Nägeln brennen, dann kommt einfach auf unsere Gemeinderät*innen zu. Unser Ortsverband steht auch allen offen, die mit uns Kommunalpolitik gestalten wollen. Wir freuen uns.

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Sat, 06 Aug 2022 10:14:03 +0200
http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/gruene-fordern-mehr-holzbau-wie-in-bonbruck/ Grüne fordern mehr Holzbau - wie in Bonbruck http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/gruene-fordern-mehr-holzbau-wie-in-bonbruck/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/gruene-fordern-mehr-holzbau-wie-in-bonbruck/ Die grüne Kreistagsfraktion ist begeistert, dass bestehende Teile des Sonderpädagogischen... Die grüne Kreistagsfraktion ist begeistert, dass bestehende Teile des Sonderpädagogischen Förderzentrum Bonbruck erhalten bleiben und saniert werden, was sich gegenüber einem Neubau energiesparend auswirkt und insbesondere, dass das Erweiterungsgebäude mit Holz gebaut wird. Bündnis90/Die Grünen fordern seit jeher, dass vermehrt auf diese ökologische und nachhaltige Bauweise zurückgegriffen werden soll, da es sich bei Holz nicht nur um einen nachwachsenden und regionalen Rohstoff handelt, sondern dieser zugleich auch noch als CO2-Speicher dient.

Der Naturbaustoff hat den Wandel zum High-Tech-Baustoff vollzogen. Er verfügt über hervorragende technische Qualitäten und die Möglichkeit der Vorfertigung sorgt für verkürzte Bauzeiten, vor Allem durch die trockene Bauweise. Holz ist ein Kreislaufprodukt und die Bindung von ca. 0,9t CO2 pro Kubikmeter verbautem Holz dient als Senke im ansonsten energieintensiven Bauwesen. Auch der bayerische Staat hat diese Vorteile erkannt und zahlt eine Prämie von 500 Euro je gespeicherter Tonne CO2 für bestimmte Bauprojekte. Die dringend notwendigen Bemühungen hin zu mehr Klimaschutz zeigen auf, dass am Holzbau im Landkreis Landshut kein Weg vorbeiführt.

„Gerade Kombinationen von verschiedenen Baustoffen können ökologische und gleichzeitig ökonomische Ergebnisse liefern, wenn man die Stärken der jeweiligen Materialien nutzt.“, so der Sprecher der Grünen Kreistagsfraktion Martin Schachtl.

Wir sehen es als vertane Chance, dass entgegen dem grünen Vorschlag, das neue Landratsamt in Essenbach nicht mit Holz erbaut wird, sondern wieder konventionelle und energieintensive Baumaterialen wie Beton eingesetzt werden. Hier wurde versäumt, ein innovatives Vorzeigeprojekt in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu errichten, welches auch über die Landkreisgrenzen hinaus Vorbildcharakter einnehmen hätte können. Im Hinblick auf die Vorgabe, dass Bayern ab 2040 klimaneutral werden will, ist der Holzbau wichtiger Bestandteil der Klimastrategie, mit dem auch hier ein großer Beitrag geleistet worden wäre.

„Erst jetzt, wo die Energie- und Klimakrise deutlicher wird, ist man bereit mit Holz als Baustoff neue Wege zu gehen.“, so die Sprecherin der Kreistagsgrünen Michaela Feß. 

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Tue, 02 Aug 2022 17:46:48 +0200
http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdl-rosi-steinberger-plastikfrei-leben-leicht-gemacht-mdl-rosi-steinberger-besucht-den-unverpackt/ MdL Rosi Steinberger: Plastikfrei leben leicht gemacht - MdL Rosi Steinberger besucht den Unverpacktladen „Von Dahoam“ in Pfaffenhofen http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdl-rosi-steinberger-plastikfrei-leben-leicht-gemacht-mdl-rosi-steinberger-besucht-den-unverpackt/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdl-rosi-steinberger-plastikfrei-leben-leicht-gemacht-mdl-rosi-steinberger-besucht-den-unverpackt/ Glasdosen mit Linsen, Reis, Nudeln und Kaffeebohnen reihen sich in Holzregalen aneinander.... Glasdosen mit Linsen, Reis, Nudeln und Kaffeebohnen reihen sich in Holzregalen aneinander. Dazwischen bunte Schokolinsen, Gummibärchen und allerlei andere Lebensmittel. Davor eine Theke. Nur die Registrierkasse fehlt.

Wir befinden uns im Unverpacktladen „Von Dahoam“ in Pfaffenhofen. Den hat Patricia Kufer zusammen mit ein paar Mitstreiter*innen Anfang 2020 ins Leben gerufen. Dafür haben sie den Verein Von Dahoam e.V. gegründet. Mitgliederfamilien können hier einkaufen. Alles ist bio, so gut es geht regional erzeugt und ohne Massen an Verpackungsmüll. Die Lebensmittel kommen in Papiersäcken oder Pfand-Eimern und verlassen den Laden wieder in den mitgebrachten Behältern der Kund*innen.

„Ich finde es bewundernswert und inspirierend, was Frau Kufer und der Verein auf die Beine gestellt haben“, zeigt sich Rosi Steinberger, grüne Abgeordnete und Vorsitzende des Umweltausschusses im Bayerischen Landtag, begeistert. „Nicht nur reden, sondern anpacken um etwas zu verändern, das ist das Motto.“

Verändert haben Patricia Kufer und ihre Mitstreiter*innen schon einiges: seit Bestehen ihres Ladens konnten sie bereits 10 Tonnen Verpackungsmüll einsparen. „Eine beachtliche Zahl für so einen kleinen Laden in so kurzer Zeit!“ stellt Rosi Steinberger beeindruckt fest.

Betrieben wird das Projekt ausschließlich ehrenamtlich von den Vereinsmitgliedern. Einen halben Tag schätzt Patricia Kufer die Zeit, die sie pro Woche für den Laden aufbringt. Realistisch gesehen ist es wohl deutlich mehr. „Aber es macht Spaß! Ich mache es gerne!“ erklärt Patricia Kufer ihren Einsatz. Einen großen Beitrag dazu leistet wohl auch das weitere, engagierte Vorstandsteam - Konny Haslbeck als Netzwerkerin und 2. Vorständin, Renate Gürtner als Herrin über die Finanzen, Thomas Gürtner als „Mann für alles“, Ines Wenk als „Sortimentsfee“ und Regina Welnhofer als Schriftführerin. „Ohne unser Vorstandsteam würde es nicht funktionieren und nur halb so viel Spaß machen“, lobt Patricia Kufer die Gemeinschaft im Team.

Das Vermeiden von Verpackungsmüll, insbesondere aus Plastik, ist für Gründerin Patricia Kufer eine Herzensangelegenheit. Neben ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Verein und Unverpacktladen – der sich im Keller ihres Wohnhauses befindet – gibt sie Vorträge an Schulen zum Thema „Plastikfrei“ und bietet einen monatlichen Plastikfrei-Stammtisch an.

Die Bildungsarbeit ist dem Verein ein großes Anliegen. Für die Mitglieder gibt es monatlich kostenlose Kurse. Etwa zur Herstellung von Bienenwachstüchern oder selbstgemachten Reinigungsmitteln. Außerdem gibt es Ausflüge zu den Erzeuger*innen. Patricia Kufer und ihren Mitstreiter*innen ist es wichtig zu wissen, wo ihre Lebensmittel herkommen. Sie kennen viele ihrer Lieferant*innen persönlich und waren schon oft vor Ort auf den Höfen.

„Es ist wichtig Bewusstsein zu schaffen: Wo kommt mein Essen her? Wie wird es angebaut? Wann wächst was in der Region? Vor allem bei den Kindern stößt man auf großes Interesse. Sie tragen ihr Wissen später in die Familien – und schauen den Eltern auf die Finger,“ erzählt Patricia Kufer.

Das Sortiment des Ladens ist begrenzt. Frische Lebensmittel oder solche, die gekühlt werden müssen, gibt es aus logistischen Gründen nicht. Der Unverpacktladen verfügt aber über ein breites Netzwerk. Waren können bestellt und im Laden abgeholt werden – er dient auch als Verteilstation für die Gemüsekiste eines regionalen Biohofes. Beim restlichen Sortiment haben die Mitglieder außerdem ein Mitspracherecht. Wird etwas gewünscht, das es noch nicht im Laden gibt, dann beginnt die Suche nach einer passenden Quelle. War die Suche erfolgreich, landet das Produkt im Laden. Bestes Beispiel: Salzbrezeln. Trotz anfänglicher Skepsis wurden sie ins Sortiment aufgenommen. Mittlerweile sind sie ein Verkaufsschlager.

Auf diese Weise ist das Sortiment von anfänglich 34 Produkten auf über 140 angewachsen. Und diese sind bedarfsgerecht an den Bedürfnissen der Mitglieder ausgerichtet. Weggeworfen wird nichts. Sollte sich wider Erwarten doch einmal das Mindesthaltbarkeitsdatum nähern, dann wird das Lebensmittel kurzerhand verkocht und aufgegessen – Nachhaltigkeit at its best!

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Pfaffenhofen beschreibt Patricia Kufer als positiv. Zur Eröffnung des Ladens haben sie einen Zuschuss von der Stadt bekommen. Dieser reichte zwar nicht ganz für die teuren Vorratsbehälter, dankbar ist der Verein trotzdem dafür.

Auch Stadtrat Günter Helmbrecht zeigt sich begeistert vom Engagement des Vereins – und tätigt seinen ersten Einkauf. So wächst die Kund*innenschar, langsam aber stetig.

Geöffnet ist der Unverpacktladen mittwochs von 16 – 19 Uhr. Nicht-Mitglieder sind für einen Probeeinkauf immer willkommen.

Auf dem Foto v.l.n.r.: Stadtrat Günter Helmbrecht, 2. Vorständin Konny Haslbeck, 1. Vorständin Patricia Kufer, „Mann für alles“ Thomas Gürtner, Schatzmeisterin Renate Gürtner.

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Mon, 01 Aug 2022 11:56:05 +0200
http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/gruene-diskutieren-atomkraft-und-den-bayerischen-energiemix-im-vorstand/ Grüne diskutieren Atomkraft und den bayerischen Energiemix im Vorstand http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/gruene-diskutieren-atomkraft-und-den-bayerischen-energiemix-im-vorstand/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/gruene-diskutieren-atomkraft-und-den-bayerischen-energiemix-im-vorstand/ In der Juli-Vorstandssitzung der Landkreisgrünen war natürlich die mögliche Energiekrise im Winter... In der Juli-Vorstandssitzung der Landkreisgrünen war natürlich die mögliche Energiekrise im Winter ein wichtiges Thema: „Es hat uns Grüne schon immer ausgezeichnet, dass wir uns von Fakten leiten lassen. In der Abwägung von Kosten, Nutzen und Risiko haben wir uns schon früher als alle anderen Parteien gegen die Atomkraft entschieden, denn sie ist eine teure Hochrisikotechnologie. Die Geschichte der Atomunfälle hat uns dabei Recht gegeben. Noch immer wurde kein sicheres Endlager gefunden“, betont Franziska Schmidt, die neue Kreisvorsitzende aus Eching.

Wer nun eine Abkehr vom Atomausstieg propagiert, handelt ideologisch. In Anbetracht der angespannten Versorgungssituation durch den Krieg gegen die Ukraine halten die Grünen einen faktenbasierten Stresstest für einen Streckbetrieb des AKWs Isar II dennoch für sinnvoll, denn Blackouts und kalte Wohnungen müssen unbedingt vermieden werden. Durch einen möglichen Streckbetrieb entsteht kein zusätzlicher Atommüll, da keine neuen Brennelemente eingesetzt werden. Die Energiepolitik der letzten Jahrzehnte hat Bayern in diese aktuell besonders prekäre Situation gebracht, deren Lösung aber nicht noch größere Ewigkeitskosten sein dürfen.

Die Grünen ihrerseits fordern die Bayrische Staatsregierung auf, mehr zur Vermeidung von Energieverschwendung beizutragen. Zum Beispiel werden Beschneiungsanlagen immer noch vom Freistaat gefördert. „Der Anblick von Schneefeldern, die mit großem Energieeinsatz künstlich erzeugt wurden, ist nur schwer auszuhalten, wenn dafür das Atomkraftwerk weiterlaufen soll.“, kritisiert Co-Sprecher Frank Steinberger.

Derzeitige Probleme mit dem bayerischen Energiemix sind auf jahrzehntelanges Mismanagement der christlich-sozialen Staatsregierungen zurückzuführen. Anstatt erneuerbare Energien zu fördern und den Freistaat unabhängig von außen zu machen, wurde auf eine zunehmende russische Gas Abhängigkeit gesetzt. Mittlerweile bezieht Bayern 90 Prozent seines Gases aus Russland, Windkraftanlagen wurden aus ideologischen Gründen blockiert und die Stromtrassen von Nord nach Süd wurden auch nicht gebaut, welche höchstwahrscheinlich die Situation entschärfen würden.

„Wir müssen schleunigst in Bayern Windkraftanlagen bauen, da wirklich jede KWh, die nicht aus Gas stammt, ein Segen ist. Die Staatsregierung muss auch endlich politische Blockaden gegenüber den Stromleitungen aus dem Norden abbauen und den Prozess der Vernetzung Bayerns mit Deutschland vorantreiben.“, fordert Kreisvorstand Johannes Hunger.

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Fri, 29 Jul 2022 13:40:18 +0200
http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdl-rosi-steinberger-besuchergruppe-im-bayerischen-landtag/ MdL Rosi Steinberger: Besuchergruppe im Bayerischen Landtag http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdl-rosi-steinberger-besuchergruppe-im-bayerischen-landtag/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdl-rosi-steinberger-besuchergruppe-im-bayerischen-landtag/ Die Teilnahme an einer Plenarsitzung im Bayerischen Landtag ist für Besuchergruppen immer der... Die Teilnahme an einer Plenarsitzung im Bayerischen Landtag ist für Besuchergruppen immer der Höhepunkt der Landtagsfahrt. In der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause konnte Rosi Steinberger, Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen nach zweijähriger Corona Zwangspause wieder eine Besuchergruppe aus Landshut im Landtag begrüßen. Gespannt verfolgten die Besucher*innen die Debatte über einen Antrag zu einem hochaktuellen Thema. Die Abgeordnete der Grünen, Ursula Sowa, hatte in ihrem Antrag "Wärmewende jetzt" ein Gesamtkonzept mit Sanierungszielen für die staatlichen Gebäude Bayerns gefordert. Denn im Gebäudebereich schlummere ein enormes Potenzial zur Einsparung von Treibhausgasen. Der Antrag wurde mit den Stimmen der konservativen Mehrheit abgelehnt. Enttäuschung löste bei den Besucher*innen die Tatsache aus, dass bei der Debatte kein Mitglied der Landesregierung anwesend war. 

In der anschließenden Diskussionsrunde nutzen die Teilnehmer*innen die Gelegenheit, die Landtagabgeordnete zu ihrer Arbeit im Landtag ausgiebig zu befragen. Dabei kamen verschiedene Themen zur Sprache, die Frau Steinberger als Abgeordnete, aber auch als aktive Gemeinderätin beantworten konnte. „Ich bin sehr froh, dass dieser unmittelbare Austausch mit Menschen wieder möglich ist, die sich für die Arbeit des Parlaments interessieren“, so Steinberger. "Von diesen Kontakten lebt das Parlament und ganz besonders wir Abgeordnete."

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Wed, 27 Jul 2022 11:00:58 +0200
http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdb-marlene-schoenberger-besucht-juedische-gemeinde-in-straubing/ MdB Marlene Schönberger besucht Jüdische Gemeinde in Straubing http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdb-marlene-schoenberger-besucht-juedische-gemeinde-in-straubing/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdb-marlene-schoenberger-besucht-juedische-gemeinde-in-straubing/ In der Grünen Bundestagsfraktion ist die niederbayerische Abgeordnete Marlene Schönberger zuständig... In der Grünen Bundestagsfraktion ist die niederbayerische Abgeordnete Marlene Schönberger zuständig dafür, die Förderung jüdischen Lebens und die Bekämpfung von Antisemitismus parlamentarisch umzusetzen. Nachdem in den vergangenen Jahren viele Abgeordnete diese Aufgabe in unterschiedlichen Teilbereichen getragen haben, gibt es in dieser Legislaturperiode zum ersten Mal eine Abgeordnete, die sich diesem Thema in den unterschiedlichen Politikbereichen widmet. Damit soll der zunehmenden Bedrohung durch den immer offener zutage tretenden Antisemitismus Rechnung getragen werden.

In dieser Funktion hat Schönberger am Mittwoch die Israelitische Kultusgemeinde Straubing/Niederbayern besucht. Dort kam die Abgeordnete mit der Vorsitzenden der Gemeinde, Anna Zisler, und Svetlana Zap, die Synagogenführungen anbietet, ins Gespräch. Zisler und Zap erklärten die umfangreichen Umbaumaßnahmen, die derzeit an der 1907 erbauten Synagoge und dem Gemeindezentrum durchgeführt werden, mit insbesondere nach dem Terroranschlag in Halle 2019 zusätzlich notwendigen Sicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören sowohl eine Sicherheitsschleuse als auch schusssichere Fenster.

Was es für Jüdinnen*Juden bedeutet, dass sich Gemeinden in Hochsicherheitstrakte verwandeln müssen, wird an den Worten der Gemeindevorsitzenden Anna Zisler deutlich: "Ich habe immer gesagt, dass ich, wenn Gemeinden Polizeischutz brauchen, aus Deutschland auswandere." Seit drei Jahren steht nun auch vor ihrer Gemeinde regelmäßig der Polizeischutz. Zisler ist dennoch weiterhin hier und versucht aktiv durch Bildungsarbeit dem Antisemitismus etwas entgegenzusetzen. Dazu bietet sie zusammen mit Svetlana Zap mehrmals pro Woche Schulführungen an. So sollen bereits die Jüngsten etwas über jüdisches Leben lernen. Davon erhoffen sich Zisler und Zap, dass bereits im frühen Alter die Wahrheit über jüdisches Leben stärker ist, als antisemitische Stereotype. Gleichermaßen betont Zisler: "Wir machen das wirklich gerne, aber es ist erschreckend, wie groß die Wissensdefizite sind, auch bei den Lehrkräften."

Teilweise sei es auch vorgekommen, dass während der Führungen Hakenkreuze und "88" (die Zahlenfolge bezieht sich auf das Alphabet und steht als Abkürzung für "HH - Heil Hitler") in die Bänke eingeritzt wurden. Doch die Führungen richten sich nicht nur an Schüler*innen. Auch für 80 Polizist*innen haben Zisler und Zap inzwischen Synagogenführungen durchgeführt. "Diese Führungen wurden sehr gut angenommen", ergänzte Zisler.

Am Ende des Gespräches machte die Abgeordnete Schönberger deutlich: "Wir müssen dringend im Bildungssystem ansetzen. Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Antisemitische Einstellungen finden sich bei Menschen aller Bildungsabschlüsse, wie auch sozialen und politischen Milieus. Wie die Berichte von Frau Zisler und Frau Zap zeigen, sollten wir am besten in der Lehramtsausbildung beginnen. Es ist einfach, über den Antisemitismus der Schüler*innen zu sprechen. Aber Lehrkräfte sind das notwendige Korrektiv. Deshalb müssen wir sie mit einer größeren Expertise über jüdisches Leben ausstatten."

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Tue, 26 Jul 2022 17:10:54 +0200
http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdl-rosi-steinberger-gutes-essen-fuer-alle-mdl-rosi-steinberger-besucht-das-amt-fuer-ernaehrung-land/ MdL Rosi Steinberger: Gutes Essen für alle - MdL Rosi Steinberger besucht das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdl-rosi-steinberger-gutes-essen-fuer-alle-mdl-rosi-steinberger-besucht-das-amt-fuer-ernaehrung-land/ http://gruene-landshut.de/home/volltext-home/article/mdl-rosi-steinberger-gutes-essen-fuer-alle-mdl-rosi-steinberger-besucht-das-amt-fuer-ernaehrung-land/ Immer öfter nehmen Menschen ihre Mahlzeiten nicht mehr daheim, sondern in einer... Immer öfter nehmen Menschen ihre Mahlzeiten nicht mehr daheim, sondern in einer Gemeinschaftseinrichtung ein. „Ob Schule, Kindergarten, Altenheim oder Kantine, das Essen soll gesund, frisch, lecker und nachhaltig sein“, erklärt die Landtagsabgeordnete der Grünen, Rosi Steinberger. Als Vorsitzende im Umwelt- und Verbraucherausschuss traf sie sich im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Landshut mit Monika Deubzer (Behördenleitung), Dorothee Trauzettel (Leiterin des Sachgebietes Gemeinschaftsverpflegung) und Jutta Semmler, zuständig für die Verpflegung in Kitas und Schulen. Die Förderung einer gesunden Ernährung gehört zu den Kernaufgaben des Amtes und so sind die Damen die Ansprechpartnerinnen für die Gemeinschaftsverpflegung in ganz Niederbayern. 

„Wir informieren, qualifizieren und vernetzen Verpflegungsverantwortliche in den Einrichtungen und wenden uns dabei an alle, die an der Zubereitung und Verteilung von Essen beteiligt sind“, berichtet Sachgebietsleiterin Dorothee Trauzettel. „Wichtig ist uns, dass die Verpflegung die Bedarfe in den Einrichtungen erfüllt. Kinder brauchen eine andere Nahrungszusammensetzung als Senior*innen,“ ergänzt Jutta Semmler. Und Essen ist mehr als Nahrungsaufnahme. Es ist Gemeinschaftserlebnis, Genuss und bietet vielfältige Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Rosi Steinberger interessierte sich auch für der Anteil an regionalen und biologischen Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung. „Wir sind auf einem guten Weg“, berichtet Dorothee Trauzettel. „So hat etwa der Bezirk Niederbayern beschlossen, den Anteil der regional und biologisch erzeugten Lebensmittel in seinen Einrichtungen bis 2030 auf 30 % zu erhöhen.“ Die Umsetzung beginnt dann mit einer gründlichen Einkaufanalyse. Was wird verwendet und was kann durch regionale und biologische Lebensmittel ersetzt werden? Doch es gibt auch Hindernisse. Langfristige Lieferverträge und höhere Preise machen den Umstieg nicht immer einfach. „Wenn in einem Altenheim pro Bewohner nur 4,60 € am Tag für die Verpflegung zur Verfügung stehen, sind auch kleinste Preissteigerungen kaum zu managen“, so Frau Semmler. Auch im Kita-Bereich soll das Essen oft möglichst günstig sein. Hier sind Informationen über die Preisgestaltung ganz wichtig.“ Zudem können nicht alle Bioerzeuger die Lebensmittel in der gewünschten Konfektionierung liefern. 

Auch die oft langen Warmhaltezeiten mindern die Qualität des Essens. Im Landkreis Landshut gibt es genügend Bio- und konventionelle Caterer. In anderen Regionen Niederbayerns legt das fertige Essen oft weite Wege zurück, denn es gibt nur wenige Kitas mit einer Frische-Küche. „Besser wäre es, nach dem Prinzip Cook and Chill die fertigen Mahlzeiten gekühlt anzuliefern", so Semmler. Dorothee Trauzettel kann sich auch kommunale Zentralküchen vorstellen, von wo mehrere Einrichtungen versorgt werden. 

Ein weiteres Problem ist der eklatante Fachkräftemangel im Küchen-, Service- und Betreuungsbereich in vielen Einrichtungen. „Gutes Essen steht und fällt mit dem Personal“, so Trauzettel. 

Aber es gibt auch Wünsche an die Politikerin. Frau Semmler wünscht sich Fördermittel des Freistaates für die Biozertifizierung von Schulen und Kitas. „Eine Vollzertifizierung kostet ca. 1000,-€. Für viele Einrichtungen ist das schlicht zu teuer.“ Frau Trauzettel regt die Daueranstellung des Fachpersonals im Sachgebiet an. „Wir arbeiten fast ausschließlich mit Projektkräften, die dann nach Beendigung des Projektes gehen. Doch wir sind kein Projekt. Gute Ernährung ist ein Dauerauftrag.“

Auf dem Foto v.l.n.r.: Jutta Semmler, Sachgebietsleiterin Gemeinschaftsverpflegung Dorothee Trauzettel, MdL Rosi Steinberger, Behördenleiterin Monika Deubzer

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Thu, 21 Jul 2022 14:02:00 +0200